9. Kapitel 8
# **Kapitel 8**
Das Hauptthema der Upanishaden: Gelebtes Advaita.
Jnana bedeutet das notwendige intellektuelle Verständnis in sich zu tragen, um gelebtes Advaita zu verwirklichen. Bhakti bedeutet, die emotionale Stärke zu besitzen, um gelebtes Advaita zu verwirklichen. Besitzt man all die notwendige Erkenntnis um gelebtes Advaita zu verwirklichen, so ist das Vijnana.
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Welch eine Gabe es ist, über das erforderliche intellektuelle Erfassungsvermögen zu verfügen, um Advaita zu leben! Advaita zu leben bedeutet totales Satcitānandamaya auszustrahlen, mit Hilfe seiner Autorität, wissend und immer glückselig. Satcitananda (Wahrheit - Wissen - Glückseligkeit) ist nicht eine Phantasie des hinduistischen Verstandes. Es ist kein Märchen einiger alten Rishies von Taraka Vana oder Naimisaranya. Satcitananda ist eine Wirklichkeit! Die Upanishaden. Die Upanishaden sind die beeindruckvollsten Ausführungen von gelebtem Advaita. Um Advaita zu leben, ist die Art und Weise der Erklärung der Upanishaden von Jnana, von sakralem Wissen, unumgänglich! Solch geniale Intelligenz beherbergt keine Phantasien oder Wahnvorstellungen. Keineswegs kann man jemanden beschuldigen unter Phantasien oder Wahnvorstellungen zu leiden, der solch erhabene Wahrheiten erfasst, versteht und poetisch darbringt.
Das ist der Grund warum Satcitananda keine Täuschung ist. Es ist so glaubwürdig wie dein Frühstück oder eine ausgedehnte Nachtruhe verbracht zu haben. Wenn du mich siehst und mir sagst, dass du gerade gefrühstückt hast, beschuldige ich dich nicht der Täuschung oder eine irrsinnige Idee verbreiten zu wollen. Ich weiss, dass es wahr ist. Ein Frühstück ist Realität, da du es essen kannst. So einfach ist das! Wenn du mir sagst, dass du friedlich geschlafen hast, werde ich dich nicht bezichtigen, dass du mir vorheuchelst gut geschlafen zu haben. Eine gute Nachtruhe ist immer möglich!
Satcitananda, allwissend, allmächtig und immer glückselig, ist so eine einfache Möglichkeit.
Es ist pathetisch, die Existenz deines optimalen Potentials zu verneinen. Dein optimales Potential zurückzuweisen, bedeutet deine Zukunft zu verleugnen! Wenn du verleugnest reich, glücklich und gelassen leben zu können, dann verleugnest du deine ganze Zukunft.
Ebenso negierst du deine spirituelle Zukunft, wenn du die Möglichkeit von Satcitananda abstreitest. Es ist spiritueller Selbstmord! Erlaube niemandem dich zu spirituellen Selbstmord zu zwingen. Durch direkte und indirekte Lehren und Predigten nötigen dich unzählige Menschen zu spirituellem Selbstmord. Mittels Fernsehen, Kino, Bücher, Unterhaltungsserien, Medien und Internet drängt dich die Gesellschaft dazu, deine zukünftige spirituelle Möglichkeit zu verneinen.
Ein Guru ist die Todesglocke all dieser Engstirnigkeit. Ein Guru ist der mächtige Aufruf für deine spirituelle Perspektive. Die Aufgabe des Gurus ist dich zu deiner spirituellen Zukunft, deinen spirituellen Möglichkeiten zu erwecken!
Satcitananda ist keine Täuschung oder Illusion oder Einbildung.
Satcitananda, gelebtes Satcitananda, ist möglich.
Das ist die erste Erklärung, die ich zu gelebtem Advaita äussern möchte.
Zweitens: Das Verständnis, welches für die spirituelle Perspektive benötigt wird ist Jnana, sakrales Wissen.
Als nächstes benötigst du eine gewisse emotionale Stärke wenn du beginnst gelebtes Advaita zu praktizieren, und um der Transformation standhalten zu können. Bhakti, sakrales Empfinden, die Intensität von Leidenschaft und Emotion, kann benützt werden um in gelebtem Advaita zu erblühen und dich so zu immer höheren Ebenen aufsteigen zu lassen. Es war noch niemand erfolgreich, der sich aufgrund intellektueller Analyse und Schlußfolgerungen entschieden hat, Sannyasa (weltlicher Verzicht) zu leben. Falls jemand sich trotzdem entschlossen hat, so war er nie erfolgreich. Deine Emotion ist eine unverfälschte Kraft, welche dich kinderleicht von einem Raum in den anderen transportieren kann. Nur jene Personen leben erfolgreich Sannyasa, die sich dank der Kraft, der Stärke und des Potentials des absoluten Gefühls und der Hingabe dafür entscheiden. Nur sie sind begnadete Sannyasa, nie diejenigen, die intelektuell analysieren. Die Intensität deiner absoluten Hingabe offenbart, ob du für gelebtes Advaita bereit bist! Das kann nur geschehen, wenn du deine emotionale und hingebungsvolle Kraft benutzt. Das ist das LEBEN. Verstehe, um gelebtes Advaita zu erfahren, benötigst du Bhakti, sakrales Verständnis. Unter Vijnana versteht man die sakrale Gewissheit, das elementare Verständnis jenseits aller Zweifel, welches du benötigst um gelebtes Advaita zu erfahren.Spirituelle Bücher zu lesen oder dem Satsang zuzuhören erlauben dir die Möglichkeit der spirituellen Wahrnehmung. Wenn du zehn geäusserte Leitgedanken des Meisters hörst, dann magst du vielleicht zwei davon diskutieren, aber vier oder fünf Themen halten plötzlich Einzug in dein Wesen und festigen sich als deine Wahrheit und verwandeln sich in unerschütterliche Erkenntnis! Du wirst sogar vergessen, sie zu hinterfragen. Der Grund des Satsang ist dein spirituelles Bewusstsein täglich immer höher anzuheben, jenseits allen Selbstzweifels, Selbsthasses oder Selbstverleugnung.
Der Hauptgrund der Upanishaden ist, dir Jnana - sakrales Wissen und Verständnis, Bhakti - sakrales Empfinden und emotionale Kraft sowie Vijnana - sakrale Realisation zu schenken, damit du gelebtes Advaita verwirklichen kannst. Nämlich alle Wahrheiten, sakrale Empfindungen und sakrale Wahrnehmungen. Diese Erkenntnisse in dir zu integrieren, ist gelebtes Advaita.
