2. Upaniṣaden: Die ursprüngliche Quelle des vollständigen Abschließens
# **Upaniṣaden: Die ursprüngliche Quelle des vollständigen Abschließens**
Advaita leben bedeutet zu erkennen, dass du vollkommen bist, eins mit dem Ganzen, du bist nicht zerbrochen oder separat, ein abgetrenntes Teil.
Diese Erkenntnis des vollständigen Abschließens, sogar mit der Vergangenheit, kann nur von den Upanishaden überreicht werden.
Zerbrochen sein bedeutet, für immer beschädigt zu sein:
abgetrennt sein bedeutet, innerlich entzweigeschlagen zu sein; abgegliedert zu sein bedeutet innerlich fragmentiert zu sein. Du bist weder zerbrochen, noch zerspalten oder in Bruchstücke zersplittert und abgetrennt von der Ganzheit. Die Ganzheit existiert als Ganzes. Es ist nicht so, dass du jetzt die Vollständigkeit erreichst und in der Zukunft die vollständige Vervollkommnung erlangen wirst.
Das Beenden ist vollständiges Abschließen, wenn du realisierst, dass du sogar in deiner Vergangenheit immer in vollständiger Vervollkommnung existiert hast.Die Tiefe des Abschließens ist vollendet in dir, wenn du realisierst, dass du sogar in der Vergangenheit vollkommen warst. Wenn deine Unabgeschlossenheiten der Vergangenheit nicht nur bedeutungslos oder unwichtig geworden sind, du dich nicht einmal mehr an sie erinnern oder sie identifizieren kannst, wenn sie keinen Platz mehr in deinem inneren Raum haben, dann bist du in Lebendem Advaita verwurzelt.
Die Person, die sagt: "In der Zukunft werde ich total vollkommen sein" ist ein Yogi. Die Person, die sagt: "Jetzt habe ich alles total beendet" ist
ein T a n t r i k. Die Person, die erkennt: "Nicht nur in der Zukunft oder in der Gegenwart, sogar in der Vergangenheit war ich total abgeschlossen", ist ein A d v a i t i. Gelebtes A d v a i t a bedeutet zu erkennen, dass du nicht nur in der Zukunft, sondern auch in der Gegenwart außerhalb von m a y a, der Täuschung, dich empirisch erfährst. Die Erkenntnis, dass du sogar in der Vergangenheit niemals in der Umklammerung von m a y a gewesen bist, ist gelebtes A d v a i t a.
Die Upanishaden sind die ursprüngliche Quelle aller Religionen, die ursprüngliche Quelle aller Wahrheiten! Die hauptsächliche Aussage der Upanishaden ist, dass du nicht nur in der Zukunft vollkommen sein wirst. "In der Zukunft wirst du vollkommen sein" ist die Aussage der Yoga Sutras. "Sogar jetzt bist du vollständig" ist die Aussage der Siva Sutras. "Sogar in der Vergangenheit warst du vollständig und abgeschlossen", ist die Aussage der Upanishaden.
Vollständige Heilung geschieht in dir nicht nur, wenn du vollkommen bist in der Zukunft oder in der Gegenwart. Nur die Upanishads haben den Mut dir zu sagen und geben dir die Erfahrung, dass du sogar in der Vergangenheit total vollkommen gewesen bist! Was passieren wird, wenn du die Yoga Sutras praktiziert, kann vorhergesagt werden; was passieren wird, wenn du Siva Sutras praktizierst, kann erfahren werden; was
passieren wird, wenn du die Upanishaden verwirklichst, kann weder vorhergesagt noch definiert werden.
Gelebtes Advaita bedeutet nicht nur vollkommen abgeschlossen zu sein in der Zukunft und in der Gegenwart, sondern auch empirisch zu erkennen, dass du sogar in der Vergangenheit vollkommen abgeschlossen warst. Es gab nie irgendeine Unvollständigkeit in dir. Diese Erkenntnis ist Lebendiges Advaita, und nur die Upanishaden können das gewähren.
Gelebtes Advaita heilt, vervollständigt, erfüllt, gibt dir Glückseligkeit nicht nur in deiner Zukunft oder in deiner Gegenwart, sondern auch in deiner Vergangenheit. Gelebtes Advaita allein ist fähig, deine Vergangenheit zu ändern. Du magst denken, "Wie kann die Vergangenheit geändert werden? Sie ist schon vorbei." Nein! Nichts ist vorbei! Wenn du dich an irgendetwas von deiner Vergangenheit erinnerst, so existiert das noch in dir, es ist weiterhin gegenwärtig in dir. Alles was nicht mehr präsent in dir ist, hat keinen Einfluss mehr oder Einwirkung über dich. So ist Vergangenheit oder Zukunft also Gegenwart. Solange wie du dich über etwas noch erinnern kannst, verweilt es noch in dir. Bei all deinen Wünschen, Kreationen, Erklärungen, die du in der Zukunft haben wolltest, handelt es sich um die Zukunft, nicht um die Gegenwart. Das ist der Grund, warum sie so übermächtig sind und dich entsprechend in ihre Richtung forcieren. All deine Schmerzen, Schuldgefühle, Unvollständigkeiten
sind in der Vergangenheit begründet, nicht in der Gegenwart. Das ist der Grund, warum sie noch schmerzhaft sind, sie sind empirisch noch immer unvollendet.
Einzig die Upanishaden deklarieren unmissverständlich, deine Vergangenheit in der Gegenwart, deine Zukunft in der Gegenwart und die Gegenwart in der Gegenwart empirisch abzuschließen. Und wenn das Vollenden der Gegenwart in der Gegenwart, das Vollenden der Vergangenheit in der Gegenwart und das Vollenden der Zukunft in der Gegenwart erfolgt, dann findet die vollständige Beendigung statt; dann ist nicht nur deine Zukunft und deine Gegenwart, sondern auch deine Vergangenheit transformiert. Kein Konto ist ausgeglichen bis du erkannt haben wirst, Lebendiges Advaita im Kosmos als Ziel anzustreben. Wenn du Gelebtes Advaita verwirklichst, ist das der letzte Sieg in deinem Leben, deine ganze Geschichte, deine Vergangenheit wird neu geschrieben; und deshalb wird für dich, wenn du Gelebtes Advaita verwirklichst, deine Vergangenheit "aufbewahrt", aber sie wird nicht gespeichert. All deine Akten sind noch "schwebend", noch nicht archiviert.
Unter Purana versteht man, wenn die Vergangenheit eines Menschen im Kosmos aufbewahrt wird. Das bedeutet, er hat die Reise von der Amoeba zu Anantanaryana (grenzenloser Lord Narayan) abgeschlossen, er hat das Spiel gewonnen und es im Kosmos erfasst. Nun wird er als
Bhagavata Purana, von Matsya zu Kalki avatar präsentiert.
Sogar jetzt, wenn wir erwachen und Lebendiges Advaita leben, können wir die ganze Geschichte neu schreiben. Nicht nur gesellschaftlich sondern auch kosmisch! Patanjali (gründender Vater von Yoga) wagt lediglich zu sagen: "Deine Zukunft kann abgeschlossen werden, praktiziere diese Übungen." Mahadeva wagt währendessen in den Vijnana Bhairava zu proklamieren: "Deine Gegenwart kann sofort vervollkommnet werden, praktiziere diese Übungen." Nur die Upanishaden, die in Wahrheit niemand geschrieben hat, denn sie wurden gechannelt (diktiert), haben die Kühnheit zu kund zu tun: "Nicht nur deine Zukunft oder Gegenwart, sogar deine Vergangenheit kann transformiert, neu geordnet werden." Denn nichts ist beendet, bis du beginnst in Advaita zu leben.
Mahadeva verweilte nur stillschweigend und vibrierte das Kosmische Wissen, die Vedas als Dakshinamurti unter dem Banyan Baum und strahlte es als schwingende Beschaulichkeit aus, die lebende, lebendige Ruhe: und die Rishis (erleuchteten Weisen) schrieben lediglich die Akasha (kosmischen) Aufzeichungen auf und teilten sie mit der Welt. So sind die Upanishaden entstanden und wurden dem Planeten Erde überbracht.
Welcher Gedanke, welches Versprechen dir auch immer durch das Wort "Erleuchtung" gegeben wurde, die Wahrheit des Lebendigen Advaita
ist viel umfassender, sie geht weit darüber hinaus. Erleuchtung betrifft immer entweder die Zukunft oder die Gegenwart, nur Lebendiges Advaita hat den Mut, dir die Wahrheit zu sagen, dass es auch die Vergangenheit mit einschließt. Solange die Zukunft nicht abgeschlossen ist, solange kann auch die Vergangenheit nicht abgeschlossen sein!
Bis an dem Tag, an dem du stirbst, bis zu deinem letzten Moment, kann dein vollständiger Lebenslauf nicht verfaßt werden. Ebenso kann deine Vergangenheit nicht archiviert werden, es sei denn, du hast deine Zukunft abgeschlossen. Glaube keineswegs, dass deine Vergangenheit bereits gelebt wurde oder verflossen ist.
Gelebtes Advaita ist die Entscheidung, die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit empirisch zu transformieren.
Section 2
Wenn du dich entschließt, Advaita zu leben, bedeutet das, dass du dich entscheidest, den Raum des vollständigen Abschließens zu erreichen, und zwar in dem Ausmaß, dass du sogar deine Vergangenheit neu schreiben kannst; nicht nur die Gegenwart oder die Zukunft.